Kommunikation ist (k)ein Problem?

Erfolgreiche Kommunikation ist eine Meisterleistung.

Jedes einzelne Wort, welches du sprichst oder denkst, hat die Macht, dein Leben und das Leben anderer Menschen zu beeinflussen.
Und selbst wenn du denkst, dass du nicht kommunizierst – du tust es dennoch!

Erfolgreiche Kommunikation

  • ist die Basis für leichten Erfolg
  • führt zu Verbundenheit in Beziehungen
  • macht glücklich
  • reduziert Stress
  • schafft körperliche, mentale und emotionale Gesundheit

Wenn dir etwas zum Glück fehlt, dann ist es erfüllende Kommunikation.

Wir reagieren auf unser individuelles inneres Abbild der Wirklichkeit, aber nicht auf die Wirklichkeit selbst. Wir sind nicht dazu in der Lage, die Wirklichkeit komplett zu erfassen. Denn diese ist wesentlich komplexer als wir uns überhaupt vorstellen können.

Die Person, mit der du am meisten kommunizierst, bist du selbst.
Selbst wenn du in einem Stille-Retreat bist und dir auferlegt hast zu schweigen – mit einem Menschen kommunizierst du die ganze Zeit: mit dir.
Und anhand dieses ständigen Selbstgespräches kannst Du am besten die drei mächtigsten Filter der Kommunikation beobachten:

Löschen – Verzerren – Verallgemeinern

Beim Löschen werden Informationen einfach ausgeblendet.
Ein Beispiel: Angenommen du bist fest davon überzeugt ein Versager zu sein. Dann wird dein Verstand jeden Tag hunderte kleine, oder sogar grössere Erfolge einfach löschen. Ist dir aber ein einziger kleiner Fehler unterlaufen, hast du eine Sache nicht geschafft oder vermasselt, dann wird die gesamte Aufmerksamkeit darauf gerichtet.
Dadurch wird genau das bestätigt, was du ohnehin schon glaubst. Dieser Glaube wird gestärkt und alles was dagegen spricht wird ausgeblendet.

Beim Verzerren wird buchstäblich aus einer Mücke ein Elefant gemacht.
Wenn du z. B. von deinem Vorgesetzten eine Mail bekommst, in der er dich konstruktiv auf einen Fehler hinweist, und dieser Fehler tatsächlich nicht schwerwiegend ist und keinerlei Konsequenzen nach sich zieht, dann könntest du dennoch in deinem Selbstgespräch konstruieren, dass du nun sicherlich entlassen wirst, dass du auch danach noch sehr lange keinen Job finden wirst, dass du die Wohnung aufgeben musst und letztendlich eines Tages unter der Brücke schlafen wirst.
Hat das noch irgendetwas mit der Mail zu tun? Oder überhaupt mit der Realität?

Bei der Verallgemeinerung werden die Schlüsselworte alle, jeder, keiner, niemand, nie, immer, dauernd, ewig und man verwendet.
Im Selbstgespräch fallen dann Sätze wie: Niemand liebt mich. Das schaffe ich nie. Alle Männer sind immer…

Wenn man sich nun anschaut wie mächtig diese drei Filter sind und welche Geschichten man sich dadurch über sich selbst erzählt, dann ist ja auch vorstellbar, wie diese Art der Kommunikation mit anderen Menschen verläuft. Sie produziert Missverständnisse, Vorurteile, Rechthaberei, Streit und Intoleranz.

Wir reagieren auf unser individuelles inneres Abbild der Wirklichkeit, aber nicht auf die Wirklichkeit selbst. Wir sind nicht dazu in der Lage, die Wirklichkeit komplett zu erfassen. Denn diese ist wesentlich komplexer als wir uns überhaupt vorstellen können.
Dadurch leben wir permanent in einer Art Trancezustand. Und wir glauben der Geschichte die wir uns erzählen.

Als Basis jeder erfolgreichen Kommunikation kann man sagen:
Jeder Mensch hat das Recht, der zu sein, der er ist.

Die Grundlagen des gegenseitigen Verstehens

Möchte ich mich nun auf die spannende Reise machen andere Menschen zu verstehen und mit ihnen eine tiefere Beziehung aufzubauen, dann sind die folgenden drei Elemente unverzichtbare Bestandteile:

Affinität – Gemeinsame Realität – Kommunikation

Affinität: Wenn zwischen Menschen Affinität besteht, dann wollen sie sich verstehen bzw. nahe beieinander sein. Bei geringer Affinität geht man dem Menschen eher aus dem Weg. Eventuell gibt man vor, jemanden verstehen zu wollen, aber innerlich besteht überhaupt keine Affinität.
Wie erschaffe ich nun diese Affinität?
Z.B. durch Komplimente, Anteilnahme, Interesse, Hilfsbereitschaft, Anerkennung, schöne gemeinsame Erlebnisse.

Gemeinsame Realität: Realität wird als das definiert, was unserer Meinung nach tatsächlich existiert. Der Fehler besteht aber darin, dass wir glauben, dass jeder andere genau dasselbe wahrnimmt wie wir.
Allerdings ist deine Wirklichkeit immer nur ein begrenzter Ausschnitt des Gesamtbildes. Und dieser Ausschnitt ist dann noch durch deine drei Filter (Löschen, Verszerren und Verallgemeinern) gegangen. Diese Gemengelage ist dann die Hauptursache für jeden Streit.

Um mit einem anderen Menschen erfolgreich zu kommunizieren, braucht es ein Mindestmaß an gemeinsamer Wirklichkeit. Ansonsten redet man aneinander vorbei. Man sitzt am gleichen Tisch nimmt aber eine komplett andere Wirklichkeit wahr.

Wenn man nun in vielen Dingen übereinstimmt, hat man ein hohes Maß an Affinität und dadurch eine ähnliche Realität.
Menschen mit denen wir gleiche Interessen, ähnliche Überzeugungen oder Perspektiven haben, mit denen sind wir gerne zusammen. Wenn sich nun die Wirklichkeit eines Menschen ändert, dann entsteht Distanz zu dem anderen und dadurch sinkt die Affinität. Wir gehen ab jetzt getrennte Wege.

Beziehungen die dir wichtig sind, sollten durch wahrhaftige Kommunikation ein regelmässiges Update bekommen. Das ist relativ einfach. Sprecht über Themen die Euch beide interessieren, frage den anderen, was ihn gerade bewegt, teile mit was dich bewegt, schafft gemeinsame schöne Erlebnisse.

Kommunikation: Mit einem Menschen zu dem du keine minimale Übereinstimmung oder Affinität hast, ist es unmöglich zu kommunizieren. Umgedreht ist es nicht möglich eine Affinität zu jemandem zu haben oder mit ihm übereinzustimmen, wenn Du nicht mit ihm kommunizieren kannst.

Zusammenfassend kann man sagen: Das Geheimnis dieser drei Elemente (Affinität, gemeinsame Realität und Kommunikation) besteht darin, mindestens eines von den dreien weiter zu entwickeln, denn dann entwickeln sich auch die anderen.

Ich kenne Leute die halten es für selbstverständlich, dass man mit anderen Menschen Übereinstimmung findet. Aber jeder von uns ist ein sehr komplexes Wesen. Von daher sind Harmonie, Zusammengehörigkeit oder Beständigkeit in Beziehungen wahre Wunderwerke.

Aber es lohnt sich.

In unserem Kommunikationsworkshop schauen wir uns gemeinsam an, an welchen Stellen in unserem Leben wir tief und fest schlafen und wo wir noch kommunizieren, so wie es unser Stammhirn vorgibt.
Wir werden erfahren, wie befreiend und gleichzeitig ernüchternd es ist, sich so mit seinen Mitmenschen, Partnern, Kollegen oder Familienmitgliedern auszutauschen, dass man sich gegenseitig erkannt und gesehen fühlt.

Zum Workshop: Kommunikation ist (k)ein Problem
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